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Unter dem Schlagwort DVB kursieren zahlreiche verschiedene Standards und Techniken. In diesem Artikel soll etwas Klarheit in das Thema DVB bzw. Digitalfernsehen gebracht werden.

DVB bedeutet Digitalfernsehen

DVB steht für “Digital Video Broadcasting” – zu deutsch: Digitale Videoübertragung. Unter das Schlagwort DVB fallen jedoch gleich mehrere Standards für die digitale Übetragung von Bild und Ton. Zu den bekanntesten und verbreitetsten Übertragungswegen von Digitalfernsehen zählen DVB-C und DVB-C2 (Kabelnetz), DVB-S und DVB-S2 (direkstrahlende Satelliten) sowie DVB-T und VB-T2 (erdgebundenes Antennenfernsehen). Daneben gibt es noch zahlreiche andere Varianten, z.B. für mobile Endgeräte.

Vorteile von DVB gegenüber analogem Fernsehen

  • Digitalfernsehen ermöglicht mehr Programme pro Sendekanal bzw. -frequenz
  • Rundfunk kann zusätzlich gesendet werden
  • Interaktive Datendienste (erweiterter Videotext, elektronische Programmführer (EPG) usw.) können ebenfalls übertragen werden
  • Bild- und Tonqualität ist – je nach Komprimierungsverfahren und Fernsehgerät – höher

Kritik an DVB

  • Digitalfernsehen kann vergleichsweise einfach verschlüsselt werden. Dies begünstigt einen Trend hin zu Pay-TV (d.h. kostenpflichtigen Inhalten)
  • Es wird befürchtet, dass Gerätehersteller, Rechteinhaber und TV-Sender durch technische Schutzmaßnahmen (DRM: Digital Rights Management) die Aufzeichnung von Inhalten verhindern bzw. erschweren

Fazit: DVB setzt sich durch

Ungeachtet der Kritik und angesichts einiger bestechender Vorteile (z.B. höhere Bildqualität) hat das Digitalfernsehen das analoge Fernsehen heute praktisch abgelöst. Allerdings gibt es auch beim Digitalfernsehen Weiterentwicklungen. So wird in Deutschland beispielsweise zwischen 2017 und 2019 bundesweit DVB-T2 HD den älteren Standard DVB-T ablösen. DVB-T-Empfangsgeräte müssen daher mittelfristig ersetzt werden. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da der Standard die Art der Videokomprimierung nicht vorschreibt. So kann sich DVB-T2 von Land zu Land unterscheiden. Beispiel Österreich: dort wird MPEG AVC (H.264) eingesetzt. In Deutschland dagegen wird ab 2017 bundesweit High Efficiency Video Coding (HECV bzw. H.265) eingesetzt. Also gilt: Augen auf beim Gerätekauf – DVB-T2 ist nicht gleich DVB-T2.

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