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Freenet TV, DVB-T2 HD, HEVC, H.265, … Überblick behalten im DVB-T2 Logo-Wirrwarr

Zunächst einmal ist die Einführung von terrestrischem HD-Fernsehempfang in Deutschland eine sehr gute Nachricht: Zuschauer profitieren von deutlich besserer Bildqualität.

Ein Problem stellt jedoch das Wirrwarr aus technischen Begriffen und Logos dar, mit denen sich Zuschauer bzw. Kunden auseinandersetzen müssen. Das folgende Mini-Glossar hilft dabei, den Überblick zu behalten.

DVB

DVB steht für “Digital Video Broadcasting” und beschreibt allgemein das digitale Fernsehen in Abgrenzung zu klassischem, analogen Fernsehen.

DVB-T2

DVB kann auf verschiedene Arten und Weisen empfangen werden: Kabel, Satellit, Antenne usw. Aus diesem Grund wird der Abkürzung “DVB” oft ein Kürzel angehängt, dass die konkrete Übertragungsart bezeichnet. DVB-T steht dabei für “Terrestrial” (zu deutsch: terrestrisch), also Antennenfernsehen. DVB-T2 bezeichnet dabei den Nachfollgestandard von DVB-T, da die verschiedenen Techniken und Verfahren fortalufend weiterentwickelt werden. Weitere Varianten von Digitalfernsehen sind zum Beispiel:

  • DVB-S bzw. DVB-S2 (Statellitenfernsehen)
  • DVB-C bzw. DVB-C2 (Kabelfernsehen)
  • DVB-IPI (Internetprotokollbasierte Netzwerke)
  • etc.

Wichtig: DVB beschreibt zunächst einmal nur, dass Bild-, Ton- und Metadaten digital und nicht analog übertragen werden. Die konkrete Art und Weise, wie die Informationen kodiert bzw. gespeichert sind ist separat davon zu betrachten.
Die folgende (stark vereinfachte) Analogie veranschaulicht dies:

Digitalfernsehen Zwischenmenschliche Kommunikation
Kommunikationsweg DVB-T Festnetztelefon
DVB-S Mobiltelefon
Sprache H.264 Englisch
H.265 (HEVC) Deutsch

Freenet TV

In Deutschland wird die DVB-T2-Infrastruktur von dem Unternehmen Media Broadcast (einer 100-prozentigen Tochter der Freenet AG) betrieben. Vermutlich um Verwechslungen zu vermeiden, hat der Betreiber entschieden, DVB-T2 in Deutschland unter dem Schlagwort “Freenet TV” zu vermarkten. Daraus folgt, dass Geräte mit “Freenet TV” zwar sicher für den deutschen Markt geeignet sind, allerdings bedeutet es umgekehrt nicht, dass Geräte ohne “Freenet TV”-Logo ungeeignet sind. Bei der Gerätewahl ist es eben wichtig, ganz genau hinzusehen: Checkliste für den Kauf von DVB-T2-Geräten.

HEVC

siehe H.265

H.265

HEVC steht für High Efficiency Video Coding. Dahinter verbirgt sich ein Standard zur Kodierung/Kompression von Videodaten. Er ist auch als H.265 bekannt. In Deutschland werden mit der Umstellung auf DVB-T2 Programme mittels HEVC/H.265 kodiert. Dies ist in anderen Ländern, insbesondere jenen, die DVB-T2 bereits vor lägnerer Zeit eingeführt haben (wie zum Beispiel Österreich oder England) nicht der Fall. Dadurch sind derzeit erhältliche DVB-T2-Geräte nicht unbedingt für den deutschen Markt geeignet. (Analogie: Sowohl in England und in Frankreich werden Festnetztelefone verwendet (DVB-T2), aber die Sprachen sind verschieden (H.264 <-> H.265).


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Kommentare


DVB-T2-Umstellung am 29. März 2017 – DVB-T2 (HEVC) in Deutschland 1. Dezember 2016 um 12:07

[…] Sie verschiedene Empfangsgeräte gesammelt, mit denen Sie auf Nummer sich gehen ohne sich durch das DVB-T2-Logo-Wirrwarr kämpfen zu […]

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